Strapaze für "Ruhm und Ehre"
Elf Hammer Feuerwehrmänner waren beim „Firefighter Skyrun” in Düsseldorf - In Montur und mit rund 25 Kilogramm Gepäck den Fernsehturm hinauf gerannt
Abgekämpft waren die Hammer Teilnehmer des „Firefighter Sykruns” in Düsseldorf.Foto: Feuerwehr Hamm / lah
Hamm/Düsseldorf. Viel vorgenommen hatten sich am Samstag, dem 28. August 2010 elf Feuerwehrmänner aus Hamm. „Oh Gott, auf was haben wir uns da eingelassen!” – Das waren dann aber die ersten Gedanken von Brandmeister-Anwärter Marc Pischel, als er mit seinen Kollegen am Fuße des Düsseldorfer Rheinturmes stand.
Dass da eine große körperliche Herausforderung bevorstand, darin waren sie sich einig. 960 Stufen galt es im Düsseldorfer Fernsehturm zu erklimmen. Natürlich mit voller Montur, der üblichen Einsatzkleidung, Stiefeln und zusätzlich noch einem Atemschutzgerät, das auf dem Rücken getragen werden musste. Mit zusammen rund 20 bis 25 Kilo Gepäck sollte es oben hinauf gehen.
„Firefighter Skyrun” nennt sich der Wettbewerb für Feuerwehrleute, für den sie trainiert hatten. Es war eine Marterstrecke und eine grenzenlose Quälerei, ein heißes Rennen bis zur Erschöpfung. Enrico Gräfe beschrieb es so: „Nach 60 Stufen merkst du schon nichts mehr, und oben hast du nur noch Betonklötze an den Füßen.” Schon nach 20 Metern habe er Respekt bekommen, erzählt Andreas Scholz, der zurzeit seine Ausbildung zum Brandmeister absolviert. „Das war körperliche Anstrengung hoch drei.” Unterwegs habe er den Helm sogar einmal in die Ecke geworfen und gesagt, er könne nicht mehr. Aber gegenseitig hätten sie sich wieder angespornt. „Der Hitzestau unter den feuerfesten Klamotten war enorm. Was man dabei ausschwitzt, kann man gar nicht so schnell wieder trinken. Es war eine Strapaze „für Ruhm und Ehre”, erzählte Scholz.
Gegen die Zeit musste gerannt und dabei die Neun-Minuten-Grenze unterboten werden. Ein Düsseldorfer Team hatte bereits früh sagenhafte 9:30 Minuten vorgelegt. Zur Sicherheit waren auf der Treppe Notärzte postiert.
Für die Feuerwehr Hamm starteten folgende Teams: Marc Pischel/Andreas Scholz/Stefan Auverkamp (10:38 Minuten), Marc Knehans/Domink Schwefer (11:20), Enrico Gräfe/Marian Müller (13:00), Mike Schubert/Florian Vesper (11:58), Sven Kahl/Christine Rüschenschmidt (17:43). Nicht dabei waren übrigens Sebastian Huld und zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hamm-Heessen: Stefan Axmann und Marcel Frigge – Die waren beim Hochwasser im Kreis Steinfurt im Einsatz.
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