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Einsatz 30.04.2009 - 11:00 Uhr
Einsatzort:
Hamm Mark
Straße:
Hohefeldweg
Einsatzart:


Einsatzkarte
Keine Kartendaten hinterlegt

Kriegsreste

Auf der Argonner Kaserne wird eine Granate gesprengt

News - Bild 1Weltkriegs-Munition auf dem Gelände der Argonner Kaserne gesprengt.
Foto: Westfälischer Anzeiger / Lothar Zimmermann

News - Bild 

Mark Der Zweite Weltkrieg machte sich am Donnerstag, dem 30. April 2009 noch einmal auf dem Gelände der ehemaligen Argonner Kaserne bemerkbar: Der Kampfmittelräumdienst sprengte dort eine Gewehrgrante, die offenbar zurückgelassen wurde.
Die Granate war bei Abbrucharbeiten gefunden worden. Auf dem Gelände am Hohefeldweg entsteht derzeit die Feuerwache II. Arbeiter stießen dort am Mittwoch auf das 15 Zentimeter lange Geschoss mit 2,5 Zentimetern Durchmesser. Feuerwerker Karl-Heinz Clemens aus Bochum identifizierte die Munition als Kriegsrelikt.
Die mit 40 Gramm PN-Sprengstoff gefüllte Granate wurde Clemens zufolge vor Ort gesprengt, weil die reguläre Entschärfung aufgrund des komplizierten Federzünders zu gefährlich sei. Die Granate wurde in einem Erdloch gesprengt. Die Feuerwehr hatte das Kasernengelände dafür abgesperrt. Bei Gewehrgranaten handelt es sich um mit Sprengstoff gefüllte Geschosse, die mittels eines Aufsatzes von einem herkömmlichen Gewehr abgefeuert werden. Die Reichweite liegt höher als bei Handgranaten, die Zielgenauigkeit gilt als gering.
Die Argonner Kaserne, benannt nach einer Schlacht im Ersten Weltkrieg, war 1935 für eine Artillerie-Einheit der Wehrmacht errichtet worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kaserne von der Britischen Rheinarmee genutzt. Nach Abzug der Briten waren dort Flüchtlinge untergebracht. Der größte Teil des Geländes soll zu einem Gewerbegebiet entwickelt werden. Am Hohefeldweg entstehen derzeit ein Autohaus und eine Wache für die Berufsfeuerwehr.



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